Manchmal ist der beste Teil eines Dubai-Sommers der Moment, in dem man die Stadt hinter sich lässt. Wir wollten für ein paar Tage raus aus dem Trubel – ans Meer, mit den Kindern, ohne Flughafen. Geworden ist es das Fujairah Rotana Resort & Spa in Al Aqah an der Ostküste der Emirate, direkt am Golf von Oman. Kurz gesagt: Es hat uns gutgetan. Aber wie immer erzählen wir dir auch, wo die Haken liegen – vor allem beim All-inclusive.
Die Fahrt: über die Berge, und es wird kühler

Von Dubai aus bist du gut zwei Stunden unterwegs. Die Strecke führt durch das Hajar-Gebirge, und das Spannende: Man spürt schon auf der Fahrt, wie es kühler wird. Im Hochsommer ist das kein kleiner Unterschied – die Ostküste liegt gefühlt eine Spur angenehmer als die Wüstenglut der Metropole. Für alle, die im Juni oder Juli in den Emiraten sind und einfach mal durchatmen wollen, ist das schon der halbe Grund für den Ausflug.
Wenn du gerade deine erste VAE-Reise planst, lies vorher kurz unseren Überblick zur Einreise und den Medikamenten-Regeln – die gelten für die Ostküste genauso wie für Dubai.
Ankommen: eine weitläufige Anlage direkt am Strand

Das Resort ist schön gelegen, mit direktem Strandzugang und einer grünen, gepflegten Gartenanlage zwischen den Zimmertrakten und dem Meer. Beim Check-in bekamen wir ein Zimmer-Upgrade angeboten – und haben es angenommen. Damit sind wir gleich beim ersten ehrlichen Punkt.
Unser Zimmer: „Suite” laut Kategorie, ehrlich eher eine Juniorsuite

Auf dem Papier hieß es „Suite”. Ehrlich beschrieben war es eher eine Juniorsuite: ein großzügiger Raum mit bequemem Bett, einer eigenen Sitzecke und einem geräumigen Bad – aber ohne die getrennten Zimmer, die man bei dem Wort „Suite” erwartet. Für eine Familie mit zwei Kindern reichte der Platz gut, und wohlgefühlt haben wir uns auch. Nur eben: Ein Upgrade zur „Suite” ist hier kategorisch gemeint, nicht baulich. Gut zu wissen, bevor du dich über zu große Erwartungen ärgerst.


Strand und Pool: hier verbringst du die meiste Zeit

Der Strand ist der eigentliche Star (das Titelbild oben zeigt ihn): feiner Sand, Strohschirme, ruhiges Wasser und genug Liegen, dass man auch morgens noch einen Platz findet. Dazu kommt der Poolbereich mit schattigen Lounge-Muscheln – der klassische Ort, um sich nach einem heißen Vormittag abzukühlen. Zwischen Pool und Strand pendelt man in ein paar Minuten hin und her.
Essen: was das All-inclusive abdeckt – und was nicht

Das Herz des All-inclusive ist das Buffetrestaurant Mozaique – Frühstück, Mittag und Abendessen als offenes Buffet. Die Küche ist arabisch-indisch geprägt, mit einer ordentlichen Auswahl von Salatbar über Currys bis zur „Taste of India”-Ecke mit Kupfertöpfen. Für uns hat das gut gepasst.

Getränke gibt es im Paket an den Poolbars (Sharkeys und Tropicana) – die Poolbar war bei uns dabei, und an der Strandbar konnte man sich zwischendurch auch ein Eis holen (für Kinder unter 12 gibt es das nachmittags gratis). Ein wichtiger Haken, den auch wir erst vor Ort gelernt haben: Das Strandrestaurant „Waves” (The Wave) ist im normalen All-inclusive nicht voll enthalten. Dort bekommst du nur einen Rabatt aufs Essen – die freie Mahlzeit läuft übers Mozaique. Auch der Zimmerservice zählt nicht zum Paket.
Das Kleingedruckte: All-inclusive vs. „Ultra All-inclusive”

Genau hier wird es interessant – und weil Pakete transparent zu machen unser Ding ist, haben wir das Info-Blatt mal in Ruhe gelesen. Beim Check-in wird dir nämlich ein Upgrade auf „Ultra All-inclusive” angeboten: laut Aushang +150 AED pro Person und Nacht.
So teilt sich das laut Info-Blatt auf:
- Standard-All-inclusive: Buffet im Mozaique, dazu Getränke in Haus-/Standardmarken, ausgeschenkt von 10 bis 22 Uhr (danach 50 % Rabatt). An den À-la-carte-Restaurants Waves und BarMuda gibt es 30 % Rabatt aufs Essen statt einer freien Mahlzeit; an den Poolbars ein Tagesguthaben von 60 AED pro Erwachsenem, das du gegen das Essen verrechnen kannst.
- Ultra-All-inclusive: Premium-Marken, längere Ausschankzeiten (bis Mitternacht), an den À-la-carte-Restaurants Menüs statt Buffet, dazu Extras wie vier Teile Wäsche pro Tag und Rabatte auf Wassersport (15 % motorisiert, 20 % nicht-motorisiert).
Ob sich das Upgrade lohnt, hängt schlicht davon ab, ob du abends viel trinkst und lieber à la carte isst – oder ob dir Buffet plus Poolbar reicht (uns hat es gereicht). Wichtig ist nur, dass du weißt, wofür du zahlst, bevor du an der Rezeption nickst. Wo du in Dubai mit Familie übernachtest und was so ein Aufenthalt inklusive Nebenkosten wirklich kostet, haben wir dir separat aufgeschrieben: Dubai mit Familie: wo übernachten.
Noch ein Detail fürs Erwartungsmanagement: Mitgebrachtes Essen, Shisha sowie Segway, Scooter und Fahrrad sind auf dem Gelände laut Hausordnung nicht erlaubt.
Mit Kindern: Kids Club und Spa auf dem Gelände

Für Familien praktisch: Es gibt einen Kinderclub („Flipper’s”) und ein Spa auf dem Resortgelände. Kinder unter 12 essen im Paket kostenlos vom Kids-Menü, wenn sie mit den Eltern speisen. Damit lässt sich ein Tag am Strand gut mit ein bisschen Programm für die Kleinen mischen.
Unser Cobone-Deal: All-inclusive für 849 Dirham
Gebucht haben wir über einen Gutschein der Deal-Plattform Cobone: 849 AED (Dirham) pro Übernachtung für zwei Erwachsene und zwei Kinder – inklusive All-inclusive (das ist die Wochenend-Rate für Freitag/Samstag; unter der Woche kostet dieselbe Option laut Deal-Seite 674 AED, regulär ruft das Resort dafür 1.999 AED auf). Für ein Strandresort mit Vollpension ist das ein fairer Kurs, gerade in der Nebensaison im Hochsommer – umgerechnet rund 200 Euro pro Nacht für die ganze Familie (Kurs von Anfang Juli 2026; der Dirham ist fest an den US-Dollar gekoppelt, in Euro schwankt es also leicht). Die Aktion läuft laut Deal-Seite noch bis 31. Juli 2026 – falls du gerade in den Emiraten bist, funktioniert dieser Weg also noch.
Ein Vorgehens-Tipp aus unserer Buchung, der dich vor Ärger bewahrt: Erst beim Hotel anfragen, dann den Gutschein kaufen. Deal-Gutscheine gelten oft nur nach Verfügbarkeit – wir haben uns vom Resort zuerst bestätigen lassen, dass der Gutschein für unsere Wunschtermine einlösbar ist, und erst danach bei Cobone gekauft. Kostet eine E-Mail, erspart dir einen Gutschein, den du nicht loswirst.
Für wen lohnt sich das?
Für Familien, die dem Dubai-Sommer entkommen wollen, ohne einen Flug zu nehmen: zwei Stunden Fahrt, ein paar Grad kühler, direkt am Meer, mit Kinderclub und einem soliden All-inclusive. Wer ein brandneues Designhotel oder eine echte Mehrraum-Suite erwartet, sollte die Erwartung justieren – hier zählt die Lage am Strand und die entspannte Resort-Ruhe, nicht der letzte Schrei.
Wenn du dagegen lieber mitten im Stadtgeschehen wohnst, ist die Ostküste der falsche Ort – dann bist du an JBR besser aufgehoben, wie in unserem Bericht zum Ramada by Wyndham Dubai JBR. Stadt oder Meer: Das ist hier wirklich die Frage.
Selbst bezahlt über einen Cobone-Gutschein; erlebt Ende Juni 2026. Alle Fotos sind unsere eigenen Aufnahmen. Angaben zu Paketen und Konditionen stammen vom Info-Blatt des Resorts, das wir vor Ort fotografiert haben (Stand Juni 2026) – Preise und Leistungen können sich ändern.