Manchmal ist die größte Neuigkeit an einem Ferienpark nicht die neue Rutsche, sondern der Name am Eingang: Nach gut 30 Jahren hat die Familie Hoppzak ihren Ferienpark De Schatberg im niederländischen Sevenum Anfang April 2026 an RCN Vakantieparken verkauft. Wir waren Mitte Juni dort – Zeit also, den Park einmal in Ruhe vorzustellen: 100 Hektar an zwei Seen, ein Badesee mit langem Sandstrand, Hallen- und Freibad, Kletterpark – und der Freizeitpark Toverland nur 3 Kilometer entfernt.
Nach gut 30 Jahren Familienbetrieb: RCN übernimmt
Die Familie Hoppzak hat De Schatberg seit 1995 geführt und zu einem der größten Ferienparks Limburgs ausgebaut – laut Übernahme-Pressemitteilung mit 425 Touristik-Stellplätzen, 450 Dauerstellplätzen und 170 Bungalows. Anfang April 2026 hat sie den Park an RCN Vakantieparken übergeben; Eigentümer-Direktor Ronald Hoppzak spricht in der Mitteilung vom „Lebenswerk”, das man mit Vertrauen weiterreiche.

Für Gäste ändert sich kurzfristig nichts: Alle Buchungen, Preise und gebuchten Extras bleiben gültig. Ab Ende 2026 führt RCN dann schrittweise sein Konzept ein – aus De Schatberg wird nach und nach „RCN De Schatberg”, laut RCN „mit Erhalt der einzigartigen Merkmale” des Parks. Auf der Park-Website läuft das bereits unter dem Motto „Samen op weg naar RCN De Schatberg”, und der neue Eigentümer kündigt an, „schrittweise in Qualität und Erlebnis” zu investieren – konkrete Umbaupläne sind bislang nicht veröffentlicht.
Kurz zum Übernehmer: RCN Vakantieparken aus Leusden betreibt seit über 70 Jahren Ferienparks – mit De Schatberg sind es rund 19 naturnah gelegene Anlagen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland (dort der RCN Laacher See in der Eifel), Green-Key-zertifiziert und mit einem erklärt sozialen Anspruch, etwa bei barrierefreien Urlauben.
Gut zu wissen für Stammgäste: RCN selbst gehört seit Sommer 2025 dem US-Finanzinvestor Blackstone – die niederländische Wettbewerbsbehörde ACM hat diesen Verkauf am 17. Juli 2025 freigegeben (Quelle: Pretwerk). Was das langfristig bedeutet, lässt sich heute seriös nicht sagen; wir schreiben es hier auf, damit du das Gesamtbild kennst.
Kein gewöhnlicher Campingplatz: 100 Hektar an zwei Seen
De Schatberg ist 1965 rund um eine Sandabgrabung entstanden – aus der Grube für den Bau der Middenpeelweg wurde der heutige Badesee. Daraus ist ein 100 Hektar großes, flaches Gelände an zwei Seen geworden, vom ANWB mit 5 Sternen und dem Inspektions-Urteil „TOP” geführt und Green-Key-zertifiziert.

Auf unseren Fotos sieht man, was das Gelände ausmacht: viel Wasser, viel Grün, viel Platz. Vom Holzsteg aus zieht sich der See bis zur Baumreihe am anderen Ufer – und an einem zweiten Seeteil stehen Ferienhäuser direkt am Wasser.
Schlafen: vom Zeltplatz mit eigener Sauna bis zur Wasservilla
Die Unterkunfts-Bandbreite ist ungewöhnlich breit – hier campen klassische Dauergäste neben Familien im Mietchalet:
- Camping: Komfortplätze mit 100–120 m² (Luxe-Varianten bis 150 m²), autofreie Kinderfelder mit Spielgeräten und eigene Hundefelder. Darüber staffeln sich Plätze mit privatem Sanitär direkt am Platz – bis hin zu „Totaalcomfort” (mit eigener Küche samt Spülmaschine) und „VIP comfort” mit Badewanne und eigener Sauna am Stellplatz.
- Chalets: parkeigene Mietunterkünfte für 4–6 Personen, teils mit Klimaanlage und zwei Bädern.
- Glamping & Partner: Safarizelte und Luxus-Mobilheime von Roan, Mobilheime von Eurocamp.
- Bungalows: Der Bungalow-Teil wird seit Jahren über Landal GreenParks vermarktet („Landal Vakantiepark Domein De Schatberg”) – vom 4-Personen-Haus bis zur Wasservilla mit Sauna und Whirlpool und einem Gruppenhaus für bis zu 32 Personen. Ehrlicherweise dazu: Wie die Landal-Kooperation unter RCN weitergeht, ist bislang nicht kommuniziert – Stand Juli 2026 ist sie weiter buchbar.

Die blauen Häuser am Seerosen-Ufer sind eines unserer liebsten Fotomotive vom Gelände geworden – wer „lieber festes Dach” sagt, findet hier also genauso einen Platz wie der klassische Camper.
Wasser: Hallenbad, Freibad und Badesee mit Sandstrand
Wasser ist das Pfund dieses Parks, in drei Ausführungen:
- Hallenbad mit Wasserrutsche, Strömungskanal, Whirlpool und überdachtem Kleinkindbecken – der Schlechtwetter-Joker.
- Freibad mit Rutsche und einem bunten Wasserspielgarten für die Kleinen.
- Badesee mit einem rund 250 Meter langen, flach abfallenden Sandstrand, Liegewiesen und separatem Hundestrand.

Dazu kommen eine Kabel-Wasserskibahn und Angelteiche – der See wird hier also nicht nur angeschaut, sondern benutzt.
Unser Eindruck von Mitte Juni: Es ist genau diese Mischung, die den Park trägt. Schön in der Natur gelegen, morgens ins Schwimmbad, bei Schietwetter in den Indoor-Spielplatz im Untergeschoss des Hauptgebäudes, dazwischen See, Strand und Spielplätze — hier ist für jeden etwas dabei, und gerade für Familien ist das super.
Spielen und Klettern: Speelbos, Piratenspielplatz, KlimKong
Für Kinder ist das Gelände ein einziger Abenteuer-Baukasten. Indoor gibt es den Speelbos – einen Indoor-Spielwald mit Softplay-Kletteranlage und „Haus des Försters” für Kinder bis 12, samt Theaterplein und Tienerlounge im Hauptgebäude. Draußen steht direkt am Badesee-Strand ein großer Piraten-Spielplatz mit Holztürmen und langer Rutsche in den Sand:

Wer höher hinaus will: Der KlimKong-Kletterpark führt über Plattformen an 15 bis 22 Meter hohen Holzpfählen, verbunden mit Seilbrücken und Seilbahnen.

Dazu kommen Sport- und Spielpark (Fußball, Basketball, Airtrampoline), Adventure Golf, Minigolf, Paintball, Bowling und Fahrrad-/E-Bike-Verleih. In Ferien und Hochsaison läuft tägliche Animation; auf der Landal-Seite des Parks gehört auch das Maskottchen Bollo zum Programm.
Essen: im Park – und das ABC Restaurant nebenan
Im Park selbst bist du versorgt: das Serre Restaurant (à la carte, mit Blick übers Wasser), De Plaza – seit 1998 so etwas wie das Wohnzimmer des Parks, mit Limburgse vlaai zum Kaffee und rund 30 Spezialbieren –, der Snackpunt (Burger, Pizza, frische Fritten, Eis) und ein SPAR-Supermarkt mit Brotservice.
Fünf Gehminuten entfernt liegt das ABC Restaurant Sevenum am Family Entertainment Center (FEC): ein Erlebnis-Restaurant mit mehreren Themenwelten unter einem Dach – von Pasta unter Weinreben über Sushi bis zum Western-Steakhouse, laut Landal „11 internationale Küchen”. Wichtig zur Einordnung: ABC Restaurant und FEC gehören nicht zum Ferienpark und wurden auch nicht von RCN mitübernommen – sie bleiben bei der bisherigen Eigentümerseite. Im FEC gibt es Bowling, Lasergame und „American Golf”; Kombideals starten bei 12,50 € pro Person, Aktivität plus ABC-Dinner ab 38,50 € (Stand Juli 2026).
Für uns war die Nähe das Argument: In fünf Minuten bist du zu Fuß drüben und sitzt am Tisch — gerade mit Kindern eine angenehm unkomplizierte Abend-Lösung.
Toverland liegt 3 Kilometer entfernt
Für Freizeitpark-Fans ist die Lage das eigentliche Argument: Der Freizeitpark Toverland liegt nur 3 km entfernt – nach Parkangabe 5 Minuten mit dem Auto oder 10 Minuten mit dem Rad. De Schatberg vermarktet sich entsprechend offensiv als Übernachtungs-Basis („Näher an Toverland übernachten ist kaum möglich”). Toverland selbst bietet sechs Themenbereiche und über 40 Attraktionen, darunter die Achterbahn Fenix, plus Saison-Events von Summer Feeling bis Halloween.
Ein konkretes, öffentlich buchbares Kombi-Paket aus Übernachtung und Toverland-Ticket haben wir nicht gefunden – Toverland verweist auf „Arrangements” der Partnerbetriebe. Frag also am besten direkt bei der Buchung danach.
Ehrlich eingeordnet: was Gäste loben – und was nicht
Ein Bericht ohne Kritik wäre verdächtig, also der Blick in die Bewertungen: Beim ANWB steht der Park bei einer Camper-Note von 7,6/10 (23 Bewertungen, Stand Juli 2026), auf der Landal-Seite bei 3,9/5 aus gut 1.600 Bewertungen. Gelobt werden Supermarkt, Personal und das Kinderangebot; Kritik gibt es an der WLAN-Qualität, an Renovierungsstau in Teilbereichen und am Preisniveau. Das sind Einzelmeinungen – aber sie passen zu dem, was RCN selbst ankündigt: schrittweise investieren. Was davon wann kommt, ist offen.
Gut zu wissen (Stand Juli 2026)
- Lage & Anreise: Middenpeelweg 5, Sevenum (Gemeinde Horst aan de Maas, Nord-Limburg). Der Park liegt an der N277 und laut ANWB „nah an der Autobahn”; der Ortskern von Sevenum ist rund 6 km entfernt, eine Bushaltestelle liegt etwa 500 m vom Park. Die deutsche Grenze ist nicht weit – das Irrland bei Kevelaer führt der Park selbst als Ausflugsziel „direkt hinter der Grenze”.
- Saison: Der Park wird als ganzjährig nutzbar beschrieben; Gäste berichten von Aufenthalten an Ostern, Weihnachten und im November. Offizielle Öffnungszeiten vor der Buchung prüfen.
- Preise: Eine öffentliche Preisliste gibt es nicht – Preise siehst du in der Buchungsstrecke. Aktuell wirbt der Park mit 10 % Rabatt auf Sommerferien-Aufenthalte (04.07.–30.08.2026) bei Buchung bis 17.07.2026. Bestehende Buchungen behalten laut RCN-FAQ ihren Preis.
- Kontakt: +31 77 467 7777, [email protected].
Die Anreise aus Deutschland ist dabei das heimliche Ass: Der Park liegt am Middenpeelweg direkt an der A67-Abfahrt — kein Landstraßen-Gezuckel, du fährst quasi von der Autobahn aufs Gelände. Bis zur deutsch-niederländischen Grenze bei Venlo sind es nur rund 20 Kilometer; gerade aus dem Ruhrgebiet ist der Park damit schnell erreicht.
Für wen passt De Schatberg?
Für ziemlich viele, und genau das ist sein Profil: klassische Camper finden vom einfachen Tourplatz bis zum Stellplatz mit eigener Sauna alles, Familien bekommen Badesee, Bäder, Spielwelten und Animation, und wer lieber ein festes Dach hat, wählt Chalet, Glamping oder Bungalow. Und für Freizeitpark-Fans ist der Park ein naheliegendes Basislager: Toverland in 3 km, das FEC mit ABC Restaurant direkt nebenan. Wer den Park von früher kennt, sollte den Eigentümerwechsel im Blick behalten – kurzfristig bleibt alles beim Alten, ab Ende 2026 wird daraus schrittweise RCN De Schatberg.
Du planst einen Trip nach Limburg – etwa Toverland mit Übernachtung – und bist unsicher, welche Unterkunftsform auf dem Park zu euch passt? Schreib uns kurz, wir denken mit.